Welche Alternativen zu Viagra gibt es? Hier sind 7 Viagra-Alternativen

Viagra ist möglicherweise nicht die einzige Option zur Behandlung von Erektionsstörungen. Hier sind mehrere alternative Medikamente und Naturheilmittel, die es wert sind, in Betracht gezogen zu werden.

Wenn Sie an die Therapie von Erektionsstörungen denken, kommt Ihnen wahrscheinlich als erstes Viagra in den Sinn. Das ist naheliegend, denn Viagra ist das erste oral einzunehmende Medikament zur Behandlung von erektiler Dysfunktion, das auf den Markt gekommen ist. Seine erste Zulassung erhielt Viagra 1998 in den USA von der U.S. Food and Drug Administration (FDA).

Viagra kann sehr effektiv bei der Behandlung von Erektionsproblemen sein, ist aber nicht für jeden Patienten geeignet. Hier erfahren Sie mehr über Alternativen zu Viagra und auch über einige andere alternative Heilmethoden zur Behandlung von Erektionsstörungen.


Alternative Medikamente gegen Erektionsstörungen

Zwar gilt Viagra als das am häufigsten verwendete Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, es gibt aber eine Reihe weiterer Potenzmittel auf dem Markt, die für Sie auch in Frage kommen könnten. Alle diese Medikamente bewirken eine Verbesserung der Durchblutung des Penis, so dass Sie eine Erektion bekommen können, die lang genug andauert, um Geschlechtsverkehr auszuüben.

Aufgrund der jeweiligen individuellen chemischen Zusammensetzung der einzelnen Medikamente können Sie auf jedes einzelne davon unterschiedlich reagieren. Womöglich sind zunächst einige Versuche erforderlich, um herauszufinden, welches für Sie am besten geeignet ist.

Die Einnahme dieser Potenzmittel allein reicht für eine Erektion nicht aus. Die Medikamente wirken zusammen mit sexueller Stimulation, sei sie physisch oder auf der Gefühlsebene. Sie müssen also gleichzeitig sexuell erregt sein.
Die anderen Viagra alternativen zur Behandlung der erektilen Dysfunktion sind:

Tadalafil (Cialis)

cialis vs tadalafilCialis ist eine Tablette zur oralen Einnahme, die etwa nach einer halben Stunde zu wirken beginnt. Cialis kann die Erektionsfähigkeit für bis zu 36 Stunden verbessern.

Die Anfangsdosis beträgt 10 mg, wenn erforderlich, kann die Dosierung aber erhöht oder verringert werden.

Eine Variante von Cialis wird im konkreten Bedarfsfall eingenommen, aber keinesfalls mehr als eine Tablette pro Tag. Die Einnahme erfolgt mit oder ohne Nahrung.

Es gibt aber auch eine wirkstoffreduzierte Cialis-Version zur regelmäßigen Einnahme. Diese 2,5 mg Tabletten werden täglich jeweils zur ungefähr gleichen Zeit eingenommen. Somit ist Cialis eine gute Alternative zu Viagra. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Seite Tadalafil (Cialis) .

Vardenafil (Levitra)

Viagra-Alternativen: Vardenafil (Levitra)Levitra wird etwa eine Stunde vor der sexuellen Aktivität angewandt. Die Anfangsdosis dieser Tabletten zur oralen Einnahme beträgt in der Regel 10 mg.

Levitra kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden, pro Tag aber nicht mehr als eine Tablette.

Auch Levitra ist eine gute Alternative zu Viagra. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Seite Vardenafil (Levitra).

Vardenafil (Staxyn)

Levitra unterscheidet sich von den anderen Potenzmitteln dadurch, dass man es nicht zusammen mit Wasser einnimmt. Die Tablette wird auf die Zunge gelegt und löst sich dort auf. Levitra sollte etwa eine Stunde vor der sexuellen Aktivität verwandt werden.

Sie sollten die Tablette nicht zerkleinern oder zerteilen. Levitra kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden, aber nicht zusammen mit Flüssigkeiten.

Die Tabletten enthalten 10 mg Wirkstoff und die maximale Tagesdosis liegt bei einer Tablette. Je nach ihre jeweiligen Bedürfnisse kann Levitra eine gute Alternative zu Viagra sein. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Seite Vardenafil (Staxyn).

Avanafil (Stendra)

Alternativen zu Viagra: Avanafil (Stendra)

Stendra ist in Tabletten mit 50, 100 und 200 mg Wirkstoff erhältlich und wird etwa 15 bis 30 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen.

Dies kann mit oder ohne Nahrung erfolgen. Nehmen sie nicht mehr als eine Tablette pro Tag.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Seite Avanafil (Stendra).


Risikofaktoren und Nebenwirkungen

Bevor Sie ein Potenzmittel einsetzen, informieren Sie bitte Ihren Arzt über alle Ihre bereits bestehenden Gesundheitsprobleme. Auch über alle anderen Medikamente oder Zusatzpräparate, die Sie gerade einnehmen, müssen Sie sich mit Ihrem Arzt austauschen. Einige Medikamente gegen Erektionsstörungen können mit anderen Medikamenten interagieren und schwere Nebenwirkungen verursachen.

Sie sollten keine Medikamente gegen erektile Dysfunktion einnehmen, wenn Sie:

  • Nitrat-Medikamente einnehmen, die in der Regel bei Brustschmerzen (Angina Pectoris) verschrieben werden.
  • einen niedrigen Blutdruck haben (Hypotonie).

Darüber hinaus kann Ihr Arzt Ihnen raten, keine Potenzmittel zu verwenden, wenn Sie:

  • bestimmte andere Medikamente einnehmen, die mit dem jeweiligen Medikament gegen Erektionsstörungen interagieren können.
  • unkontrollierten Bluthochdruck haben (Hypertonie).
  • an einer Lebererkrankung leiden.
  • sich aufgrund einer Nierenerkrankung einer Dialyse unterziehen.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion treten zeitlich begrenzt auf. Dazu gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsstörungen oder Magenverstimmung
  • Rückenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gesichtsrötung
  • verstopfte oder laufende Nase

Obwohl es sehr selten vorkommt, können einige potenzfördernde Medikamente eine schmerzhafte Erektion verursachen, die nicht wieder abklingt. Dies wird als Priapismus bezeichnet. Wenn eine Erektion zu lange anhält, kann sie Ihren Penis schädigen. Wenn Ihre Erektion länger als vier Stunden andauert, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Andere seltene Nebenwirkungen von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion sind Veränderungen des Gehörs und des Sehvermögens, einschließlich des farblichen Sehens.


Natürliche Heilmittel als Viagra-Alternative gegen erektile Dysfunktion

Wenn Sie bereits Medikamente gegen andere Erkrankungen verschrieben bekommen haben, können Sie möglicherweise keine Medikamente gegen Erektionsstörungen zur oralen Einnahme verwenden. Zwar gibt es einige natürliche Heilmittel, die Ihre Symptome lindern können, jedoch sind auf diesem Feld weitere Untersuchungen erforderlich, um deren Wirksamkeit näher zu bestimmen. Viele Hersteller behaupten von ihren Produkten, dass sie gegen Erektionsstörungen wirksam seien, aber oft gibt keine hinreichenden Belege aus der Forschung, um diese Behauptungen zu stützen.
Wenn Sie sich für eine dieser natürlichen Alternativen entscheiden sollten, besprechen Sie sich auch bei einem solchen Heilmittel vor der Anwendung mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen bei der Entscheidung helfen und die beste Option für Sie ermitteln.

L-Arginin

L-ArgininL-Arginin ist eine Aminosäure. Eine Studie von 1999 hat ergeben, dass oral verwandtes L-Arginin bei der Behandlung von erektiler Dysfunktion keine besseren Ergebnisse als ein Placebo erbringt.

Eine andere Studie lieferte jedoch Hinweise darauf, dass hohe Dosen von L-Arginin den Blutfluss verbessern und so bei Erektionsstörungen helfen können.

Mögliche Nebenwirkungen bei der Anwendung sind Übelkeit, Krämpfe und Durchfall. Sie sollten L-Arginin nicht verwenden, wenn Sie bereits Viagra einnehmen.

Roter Ginseng

Roter Ginseng

Roter Ginseng ist ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel. Eine systematische Untersuchung aus dem Jahr 2008 ergab, dass roter Ginseng bei der Behandlung von erektiler Dysfunktion wirksam sein kann. Die Forscher wiesen allerdings darauf hin, dass noch weitere, qualitativ hochwertigere Studien erforderlich seien, um den potenziellen Nutzen und die Risiken des roten Ginsengs besser zu ermitteln.

Wenn Sie Ginseng ausprobieren möchten, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Dosierung sprechen. Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Magen-Darm-Probleme sein.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Medikamente einnehmen, weil sie mit dem Präparat interagieren und zu schädlichen Nebenwirkungen führen können. Ginseng kann den Blutzuckerspiegel senken, daher sollte es mit Vorsicht verwendet werden, wenn Sie Medikamente gegen Diabetes einnehmen.

Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur ist eine alte Heilpraxis, die bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt wird. Obwohl Akupunktur mitunter auch zur Therapie von erektilen Dysfunktionen empfohlen wird, gibt es keine validen Belege für eine diesbezügliche Wirksamkeit.

Eine systematische Untersuchung von 2016 hat keine Beweise dafür geliefert, dass Akupunktur allein eine wirksame Behandlungsform bei Erektionsstörungen ist. Die Autoren verwiesen aber auf die geringen Stichproben und die schlechte Qualität der analysierten Studien. Es besteht weiterer Forschungsbedarf.

Wenn Sie Akupunktur in Betracht ziehen, erkundigen Sie sich nach einem qualifizierten und zertifizierten Arzt.

Was sollten Sie jetzt tun?

Ihre erektile Dysfunktion ist möglicherweise das Symptom einer weiteren, grundlegenden Erkrankung, die der Auslöser Ihrer Erektionsprobleme sein kann. Wenden Sie sich daher an Ihren Arzt. Sie sollten auch alle anderen Symptome erwähnen, die bei Ihnen möglicherweise auftreten. So können Sie herausfinden, ob Ihre Erektionsstörung ein isoliertes medizinisches Problem ist, oder ob sie mit einer anderen Erkrankung zusammenhängt. Die Behandlung dieser zugrunde liegenden Erkrankung kann das Problem eventuell beheben.

Weitere Tipps, die Sie bei der Behandlung von Erektionsstörungen beachten sollten:

  • Nehmen Sie Potenzmittel immer genau wie angegeben ein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Dosis erhöhen, und berichten Sie von allen unerwünschten Nebenwirkungen.
  • Keine Mischbehandlungen! Die Einnahme eines Medikaments bei gleichzeitiger Anwendung eines natürlichen Heilmittels kann zu schädlichen Nebenwirkungen führen.
  • Natürlich bedeutet nicht immer sicher. Kräuter- oder andere Nahrungsergänzungsmittel können mit Medikamenten interagieren. Wenn Sie eine neue Therapieform in Erwägung ziehen, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker und informieren Sie sich über alle möglichen Nebenwirkungen.

Abgesehen von Medikamenten und pflanzlichen Heilmitteln können auch bestimmte Anpassungen Ihres persönlichen Lebensstils zur Linderung von erektilen Dysfunktionen beitragen. Welche Behandlung Sie auch wählen, es kann helfen, wenn Sie gleichzeitig:

  • Alkoholkonsum vermeiden oder einschränken.
  • mit dem Rauchen aufhören.
  • ein gesundes Gewicht beibehalten.
  • ausreichend schlafen.
  • sich regelmäßig bewegen und/oder sportlich betätigen.
  • Probieren Sie auch einmal Beckenbodenübungen aus. Eine Kurzstudie aus dem Jahr 2005 kam zu dem Schluss, dass Beckenbodenübungen ein erster guter Ansatz zur Behandlung von Erektionsstörungen sein können.

Zu weiteren Methoden zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zählen Blutgefäßchirurgie, Vakuumpumpen und Penisimplantate. Wenn eine medikamentöse Therapie Ihr Problem nicht behebt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese und andere Alternativen.